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Insomina

Die Prinzessin auf der Erbse –
eine wircklich schlaflose Nacht

Die Idee zum Märchen


Ab und an entstehen Bilder und Serien aus richtigen Schnapsideen. So auch die Prinzessin auf der Erbse. Alles begann damit, dass wir selbst unsere Matratzen ausgetauscht haben und ich irgend etwas mit den alten machen wollte. Dann wurde mir ein altes Bett fürs Studio geschenkt. Warum also nicht die Prinzessin auf der Erbse angehen? Gesagt getan. Auf eine Facebook-Anfrage, ob noch jemand alte Matratzen hat kamen schnell überraschend viele zusammen, bis am Ende mehr als 15 Stück im Studio lagen. Mehr ls 11 Stück waren dann doch zu hoch. Und so entstand das Set zu "Insomnia". In Zusammenarbeit mit Alex Gruber als Visagistin und Darleen Günthör konnte dann geshootet werden. Als Hauptlichtquelle diente übrigens zerbrochenes Spiegelglas. 

The Story

Fotostory - Insomnia


Es war einmal ein Prinz, der wollte eine Prinzessin heiraten. Aber das sollte eine wirkliche Prinzessin sein. Da reiste er in der ganzen Welt herum, um eine solche zu finden, aber überall fehlte etwas. Prinzessinnen gab es genug, aber ob es wirkliche Prinzessinnen waren, konnte er nie herausfinden. Immer war da etwas, was nicht ganz in Ordnung war. Da kam er wieder nach Hause und war ganz traurig, denn er wollte doch gern eine wirkliche Prinzessin haben.

Eines Abends zog ein furchtbares Wetter auf; es blitzte und donnerte, der Regen stürzte herab, und es war ganz entsetzlich. Da klopfte es an das Stadttor, und der alte König ging hin, um aufzumachen.

Es war eine Prinzessin, die draußen vor dem Tor stand. Aber wie sah sie vom Regen und dem bösen Wetter aus! Das Wasser lief ihr von den Haaren und Kleidern herab, lief in die Schnäbel der Schuhe hinein und zum Absatz wieder hinaus. Sie sagte, dass sie eine wirkliche Prinzessin wäre.

,Ja, das werden wir schon erfahren!' dachte die alte Königin, aber sie sagte nichts, ging in die Schlafkammer hinein, nahm alles Bettzeug ab und legte eine Erbse auf den Boden der Bettstelle. Dann nahm sie zwanzig Matratzen, legte sie auf die Erbse und dann noch zwanzig Eiderdaunendecken oben auf die Matratzen.

Hier sollte nun die Prinzessin die ganze Nacht über liegen. Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie geschlafen hätte.

»Oh, entsetzlich schlecht!« sagte die Prinzessin. »Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf etwas Hartem gelegen, so dass ich am ganzen Körper ganz braun und blau bin! Es ist ganz entsetzlich!«

Daran konnte man sehen, dass sie eine wirkliche Prinzessin war, da sie durch die zwanzig Matratzen und die zwanzig Eiderdaunendecken die Erbse gespürt hatte. So feinfühlig konnte niemand sein außer einer echten Prinzessin.

Da nahm sie der Prinz zur Frau, denn nun wusste er, dass er eine wirkliche Prinzessin gefunden hatte. Und die Erbse kam auf die Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist, wenn sie niemand gestohlen hat.

Seht, das war eine wirkliche Geschichte!  


Hans-Christian Andersen

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